TSI Special Training: Intensivseminar Überblick Auto-ABS/Term-ABS – Bislang und nach der neuen Verbriefungsverordnung

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Der deutsche Verbriefungsmarkt war immer ein Musterbeispiel für einfache, transparente und standardisierte ABS-Transaktionen, die sich in Performance und Qualität von ihren Ursprüngen über die Finanzkrise hinweg bis heute gut bewährt haben.

Unsere umfassenden und regelmäßigen ABS-Trainings haben in den letzten zehn Jahren dazu beigetragen, dass sich bei allen beteiligten Parteien ein einheitliches Qualitätsverständnis herausbildet, was unter den neuen Verbriefungsregeln noch an Bedeutung gewinnt.

Mit unserem zweitägigen Überblickstraining in die Verbriefungswelt bekommen Sie einen hervorragenden Zugang zu den relevanten Themen aus rechtlicher, bilanzieller, regulatorischer, wirtschaftlicher und praktischer sowie kreditprozessbezogener Sicht.

 

Im Einzelnen geht es um folgende Themenschwerpunkte:

  • Überblick über eine konkrete, aktuelle Verbriefungstransaktion
  • Worauf kommt es beim Kreditprozess an, was verlangt die STS-Regulierung
  • Rechtliche Fragen - Abtretung, Insolvenzabschirmung, steuerliche Fragen und wo kommt
    dabei STS ins Spiel
  • EZB-Zulassung im Überblick
  • Regulatorische Rahmenbedingungen nach der neuen Verbriefungsregulierung
  • Bilanzierungsfragen
  • Arbeit der Ratingagenturen
  • Cash Flow Modellierung und Transaktionsbewertung
  • Die Investorensicht

Die Themenschwerpunkte werden ausgehend von einer VW-Driver Transaktion behandelt.

  •   Agenda

    Donnerstag, 28. März 2019

    8.45 – 8.50 Uhr

    Registrierung

    8.50 – 9.00 Uhr

    Begrüßung durch die TSI

    9.00 – 10.35 Uhr

    Überblick über eine konkrete Verbriefungstransaktion aus dem Bereich Auto-ABS
    Kais Martin Khader, Volkswagen Bank

    • Underlying, Kreditvergabe und - bearbeitung
    • Portfolioauswahl
    • Transaktionsstruktur
    • Projektablauf
    • Reporting
    • Was ist unter STS zu beachten
    • Vermarktung

    10.35 – 11.00 Uhr

    Kaffeepause

    11.00 – 11.40 Uhr

    Marktentwicklung Autoverbriefungen
    Dr. Benjamin Mohr, Creditreform Rating

    • Marktüberblick
    • Transaktionsentwicklung, Transaktionstypen
    • Originatoren
    • Spreadentwicklung

    11.40 – 12.40 Uhr

    Rechtliche Themen – Abtretung, Insolvenzabschirmung, steuerliche Fragen
    Sandra Wittinghofer, Baker McKenzie

    • Rechtliche Anforderungen an True Sale Strukturen
    • Steuerliche Fragen

    12.40 – 14.00 Uhr

    Mittagspause

    14.00 – 15.30 Uhr

    Überblick über die Strukturierung und Cash Flow Modellierungen am Beispiel
    einer konkreten Autoverbriefung
    Tom Oelrich, DZ Bank

    • Ziel und Anwendungsgebiete
    • Bedeutung des Cash-Flows Modells in der STS-Regulierung
    • Analyse-Ebenen bei ABS Transaktionen – Poolebene und Anleiheebene
    • Bedeutung von prepayments, defaults, delinquencies, granularity etc.
      für die Cash Flow-Modellierung
    • Modellierungsbeispiele

    15.30 – 16.00 Uhr

    Kaffeepause

    16.00 – 17.30 Uhr

    Regulierungsfragen beim Investor und Originator im Überblick
    Ulf Kreppel, Jones Day

    • Kernelement der neuen Verbriefungsverordnung
    • Was ist eine Verbriefung? Der Begriff im Aufsichtsrecht
    • Grundlagen des Risikotransfers und RWA-Berechnung
    • Risikoeinbehalt bei Verbriefungen
    • Transparenzanforderungen
    • Spezielle STS-Anforderungen an Originator, Portfolio, Transaktionsstruktur
      und Transaktionsparteien
    • Bedeutung von STS-ABS in anderen Regelwerken: Liquidity Coverage Ratio, Solvency II

    17.30 – 18.00 Uhr

    Überblick 3rd Party Zertifizierung von STS-Transaktionen
    Michael Osswald, SVI

    • Bedeutung der unabhängigen Überprüfung in der Verordnung
    • Grundlagen des Risikotransfers und RWA-Berechnung
    • Ablauf einer unabhängigen Überprüfung

    Ab 18.00 Uhr

    Umtrunk


    Freitag, 29. März 2019


    8.30 – 9.40 Uhr


    Bilanzierungsfragen beim Originator und Investor
    Dr. Jan Faßhauer, KPMG

    • Grundfragen des Bilanzabgangs und -zugangs der Konsolidierung und Bewertung
      nach HGB und IFRS
    • Konkrete Bilanzierungsfragen bei vorliegender Transaktion

    9.40 – 10.50 Uhr

    Eurosystem und Verbriefungen
    Artur Rerich, Deutsche Bundesbank

    • Sicherheitenrahmen des Eurosystems
    • Eligibility Kriterien für ABS
    • Transparenzanforderungen des Eurosystems nach der neuen Verbriefungsregulierung
    • Haircut und Bewertungsfragen
    • Ankaufprogramme in der Reinvestitionsphase
    • Letzte Geldpolitische Beschlüsse

    10.50 – 11.20 Uhr

    Kaffeepause

    11.20 – 12.10 Uhr

    Ratingfragen – exemplarisch erläutert an einer Autotransaktion
    Volker Läger, Standard & Poors

    • Rating-Methodik
    • Transaktionsüberwachung und Ratingentwicklung
    • Konkrete Ratingfragen bei vorliegender Transaktion

    12.10 – 13.45 Uhr

    Mittagspause

    13.45 – 14.55 Uhr

    ABS aus Investorensicht: Was brauchen Investoren zur Bewertung von Verbriefungstransaktionen?
    Achim Tenschert, Deka Investment
    Luca Ulrich, Deka Investment

    • Analyse von Offering Circulars, Ratingreports, Deal Review
    • Risikocluster, Identifikation der Risikotreiber
    • Mehrdimensionale Due Diligence, Fundamentalanalyse
    • Transparenzanforderungen und Reportingstandards
    • Relevanz zusätzlicher Informationsgewinnung, Due Diligence
    • Angewandte Risikomanagementinstrumente und -strategien
    • Bewertungs- und Prognoserisiken bei der Modellierung
    • Wo kommt für den Investor STS ins Spiel

    Ab 14.55 Uhr

    Schlußwort der TSI Geschäftsführung

  •   Referenten

    Donnerstag, 28. März 2019

     

    Kais Khader ist bei der Volkswagen Bank GmbH im Bereich ABS Strukturierung tätig. Seit 2012 hat er an verschiedenen ABS Term Transaktionen und revolvierenden Master Transaktionen für die VWFS AG und die VW Bank GmbH in Deutschland, Australien, Japan, Mexiko, Korea und Schweden gearbeitet. Neben der Forderungsverbriefung arbeitet er an der Etablierung neuer ABS Märkte und ABS-verbundener Produkte für die VW Bank GmbH und die VWFS AG. Ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt ist die
    Unterstützung des Treasury-Managements für die VWFS Tochtergesellschaften in der Asien-Pazifik Region.

     

    Ulf Kreppel ist Partner bei Jones Day im Bereich Banking & Finance. Seine Beratungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Strukturierte Finanzierung, Verbriefung, AssetBased Lending, Restrukturierung, Aufsichtsrecht und Derivate. Zu seinen Mandantenzählen nationale sowie internationale Finanzinstitute, Versicherungen, Finanzunternehmen und Private Equity Häuser. Neben den traditionellen Assetklassen, wie z.B.Immobilienkredite, Handels- und Leasingforderungen und Verbraucherkredite, verfügt Ulf Kreppel über umfassende Expertise in einer Vielzahl von innovativen Assetklassen, darunter z.B. Lebensversicherungspolicen und Studienförderdarlehen. Im Bereich Structured Covered Bonds hat Ulf Kreppel jüngst bei mehreren Refinanzierungsregistertransaktionen beraten. Im Rahmen der deutschen True Sale Initiative berät Herr Kreppel regelmäßig bei neuen Gesetzesvorhaben, zuletzt im Rahmen der CRD IV. Herr Kreppel zählt zu den häufig empfohlenen Beratern im deutschen Finanzierungsmarkt.

     

    Dr. Benjamin Mohr ist bei der Creditreform Rating AG als Chefvolkswirt tätig. Zuvor hat er eine Reihe von Positionen in der Creditreform Gruppe bekleidet. In seiner derzeitigen Funktion befasst sich Herr Dr. Mohr insbesondere mit der Analyse der Finanzierungsmärkte und der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland und Europa. Seit 2016 ist er zudem für den Bereich Sovereign Ratings verantwortlich. Der Diplom-Volkswirt, der an der Universität Frankfurt studierte, hält einen Doktortitel in Volkswirtschaftslehre von der FernUniversität in Hagen, wo er als Wissenschaftlicher Assistent arbeitete. Herr Mohr ist Autor einer Reihe von wissenschaftlichen Artikeln sowie eines Buches über institutionelle Vorkehrungen im Bereich der Bankenregulierung zur Gewährleistung von Finanzstabilität.

     

    Tom Oelrich ist seit 2003 bei der DZ BANK AG im Bereich Verbriefungen in Frankfurt am Main tätig. Als Senior Strukturierer begleitet er seit 2015 Kunden der DZ BANK zu sämtlichen Themen im Zusammenhang mit Term-ABS Kapitalmarkttransaktionen.
    Dabei liegt der Fokus auf Auto-ABS, Konsumenten- und SME-Verbriefungen sowie auf Leasingtransaktionen. Zuvor hat Herr Oelrich ABCP-Transaktionen für Firmenkunden der DZ BANK arrangiert. Seit seinem Einstieg im Verbriefungsbereich hat er eine Vielzahl von Kundentransaktionen strukturiert und zahlreiche Emissionen erfolgreich in der Rolle als Platzeur und Swap-Counterparty begleitet. Herr Oelrich hat ein duales Studium an der Frankfurt School of Finance & Management absolviert und hält einen Abschluss in Business Administration.

     

    Michael Osswald ist seit Februar 2019 Geschäftsführer der STS Verification International GmbH und dort verantwortlich für die Vorbereitung und Durchführung von STS-Zertifizierungen im Rahmen der neuen Verbriefungsregulierung. Herr Osswald verfügt über umfangreiche Verbriefungserfahrungen in den Bereichen ABS-Investments sowie Akquisition und Strukturierung von Term ABS und ABCP-Transaktionen, die er ab 1998 bei der Landesbank Baden-Württemburg in Stuttgart und London und anschließend bei der ABN AMRO Bank in Frankfurt als Teil des europäischen ABSTeams sammeln konnte. 2009 wechselte Herr Osswald in den Bereich Asset-Based Lending (Schiffsfinanzierung) zur KfW IPEX-Bank und war zuletzt als Senior Credit Officer bei der Ersten Abwicklungsanstalt in Düsseldorf unter anderem für die Teilportfolien Asset Securitisation, Infrastructure, Aviation und Shipping zuständig. Herr Osswald hält einen Abschluss als Diplom-Kaufmann der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.


    Sandra Wittinghofer berät nationale und internationale Banken und Unternehmen in Fragen des Bank- und Finanzrechts. Ihr Fokus auf strukturierte Finanzierungen und bankaufsichtsrechtlichen Fragen umfasst die Beratung von Arrangeuren, Sponsoren, Originatoren, Treuhänder und Ratingagenturen. Sie verfügt über umfangreiche Erfahrung in ABCP-Verbriefungstransaktionen sowie in Termtransaktionen und deckt alle relevanten Assetklassen ab.

     

     

    Freitag, 29. März 2019

     

    Dr. Jan Faßhauer, Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, ist bei der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im Bereich Financial Service in Frankfurt am Main tätig. Als Senior Manager erbringt er Assurance Dienstleistungen sowie rechnungslegungsbezogene Beratungsleistungen im Bereich der asset-basierten, strukturierten Finanzierung (insb. Factoring, Verbriefung und Leasing). Seine Erfahrungen umfassen die Jahres- und Konzernabschlussprüfung von Banken, Leasing- und Factoringunternehmen, Industrie - und Handelsunternehmen, sowie Privat Equity / Venture Capital Funds und Immobiliengesellschaften. Dr. Jan Faßhauer hat Wirtschaftswissenschaften an der an der London School of Economics and Polical Sciences (LSE) und der Justus-Liebig-Universität Gießen studiert, hat über Internationale Rechnungslegung promoviert und ist Verfasser diverser Publikationen zu rechnungslegungsbezogenen Themen.

     

    Dr. Volker Läger ist Director bei S&P Global Ratings im Bereich European Structured Finance in Frankfurt am Main und Sector Lead für EMEA ABS. Sein Schwerpunkt lag zu Beginn auf der Ratinganalyse von Verbriefungen verschiedener Asset-Klassen in Deutschland, sowohl true sale als auch synthetische Transaktionen umfassend. Dazu gehörten Auto und Consumer ABS, RMBS, SME CLO, CDO und ABCP Transaktionen.
    Anfang 2017 übernahm er die Rolle des Sector Lead für EMEA ABS.
    Vor seinem Wechsel zu S&P im Januar 2006, arbeitete er vier Jahre im Fixed Income Sales bei Merrill Lynch, ebenfalls in Frankfurt am Main. Volker Läger studierte Betriebswirtschaftslehre an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und promovierte dort im Bereich Finanzwirtschaft über die Bewertung von Kreditderivaten.

     

    Artur Rerich ist seit 2015 im Bereich Grundsatzfragen der operativen Geld- und Währungspolitik bei der Deutschen Bundesbank tätig. In erster Linie ist er mit dem Sicherheitenrahmen des Eurosystems und dem ABS Kaufprogramm befasst. Zuvor war er Prüfer bei bankgeschäftlichen Prüfungen (§ 44 KWG) in der Bankenaufsicht. Vor seiner Zeit bei der Deutschen Bundesbank hat er ein Duales Studium bei der WestLB absolviert, für die er unter anderem im Bereich Credit Analysis & Decision als ABS-Analyst auch nach dem Studium tätig war.

     

     

    Achim Tenschert ist bei der Deka Investment im fundamentalen Fondsmanagement Aktien und Renten tätig. Seit 2014 leitet er das Team Strukturierte Geldmarkt & Kreditprodukte. Hierbei verantwortet Herr Tenschert das Management der geldmarktnahen - sowie der Geldmarktfonds und der ABS-/CLO-Fonds. Daneben hat er in 2016 zusätzlich die stellvertretende Leitung des gesamten fundamentalen Rentenfondsmanagements übernommen. Vor der Übernahme der Führungsrollen fungierte er mehrere Jahre als Portfoliomanager und Analyst in der Einheit Structured Credits. Zuvor war Herr Tenschert als Portfoliomanager für die Eigeninvestments der Deka-Bank in strukturierten Produkten verantwortlich. Vor seinem Eintritt in die DekaBankwar er unter anderem bei der UniCredit Bank sowie der HSH Nordbank in verschiedenen Bereichen des Kapitalmarktgeschäftes tätig. Herr Tenschert studierte Betriebswirtschaftslehre an den Fachhochschulen Würzburg und Coburg.

     

    Luca Ulrich hat nach seinem Eintritt in die DekaBank Gruppe in 2012 diverse Stationen innerhalb des Asset Management Bereiches durchlaufen, u.a. im Aktien-, Renten- und Multi Asset- Fondsmanagement. Flankierend hierzu hat er auch Erfahrungen in den Bereichen Volkswirtschaft sowie im Kapitalmarktgeschäft sammeln können.
    Seit 2014 ist er innerhalb des fundamentalen Rentenfondsmanagements der Deka Investment in der Gruppe Strukturierte Geldmarkt & Kreditprodukte als Analyst/Portfoliomanager tätig. Zu seinem Research Universum zählen u.a. die ABS Subsegmente Collateralized Loan Obligations (CLO) sowie Mortgage-Backed Securities (MBS).
    Herr Ulrich fungiert bereits als Portfoliomanager von zwei institutionellen Fondsmandaten der Deka Investment. Parallel zu seiner Tätigkeit im Hause der Deka absolviert er noch berufsbegleitend ein Studium an der International School of Management.