TSI Special Training: Finanzierungsalternative Verbriefung von Handels- und Leasingforderungen nach der neuen Verbriefungsregulierung

Für größere Mittelständler ist die Forderungsverbriefung neben dem Bankkredit eine ideale Working Capital-Finanzierung; auch Leasinggesellschaften nutzen das Instrument inzwischen umfassend.

Des Weiteren ergeben sich auch für Sponsorbanken und Investoren vielfältige Vorteile. Von daher wundert es nicht, dass in Deutschland das Marktwachstum in den letzten sieben Jahren bei etwa 150 % lag. Das Instrument bietet weiterhin ein hohes Wachstumspotential, dies gilt insbesondere bei künftigen Veränderungen in der Zinslandschaft oder dem Kreditzyklus.

Ab dem 1. Januar 2019 gilt die neue Verbriefungsregulierung. Auch die ABCP-Transaktionen und -Programme sind davon betroffen. Obgleich die Regulierung lange in Vorbereitung war und diskutiert wurde, sind jedoch gerade im Bereich der Conduit-Programme noch viele Fragen nicht abschließend beantwortet. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Regulierung nicht nur an bislang regulierte Banken sondern auch an die realwirtschaftlichen Originatoren richtet.

Auf dem TSI Training am 7. Februar 2019 wollen wir Ihnen einen Überblick über die Programme geben und im Detail den Fragen nachgehen, die sich aus den neuen Regulierungen ergeben.

Themenschwerpunkte des TSI Special Training sind:

  • Allgemeine Anforderungen an den Verkäufer – Bonität, Größe, Forderungsmanagement
  • Programmstrukturen, angewandte Risikominderungen und Bonitätsverbesserungen
  • Rechtliche Anforderungen an Strukturen und Verträge
  • Herausforderungen bei länderübergreifenden Transaktionsstrukturen
  • Aktuelle aufsichtsrechtliche Anforderungen aus der neuen Verbriefungsregulierung
    im Hinblick auf:

    • Underlying
    • Programmstrukturen
    • Rechtliche Themen
    • Transparenzfragen


  •   Agenda

    Donnerstag, 7. Februar 2019

    8.30 - 8.50 Uhr

    Registrierung

    8.50 – 9.00 Uhr

    Begrüßung durch die TSI

    9.00 – 9.45 Uhr

    Überblick über die Ausgestaltung der Forderungsankaufsprogramme im Rahmen von ABCP-Transaktionen
    Stefan Leipold, UniCredit Bank

    • Grundstruktur einer ABCP-Transaktion
    • Anforderungen an den Verkäufer
    • Exemplarischer Strukturierungsprozess
    • Anforderungen insbesondere bei Handelsforderungen
    • Bewertung/Rating von Forderungspools
    • Marktentwicklung
    • Jeweilige Herausforderungen aus der neuen Regulierung
    • Potentialanalyse

    9.45 – 10.30 Uhr

    Rechtliche Fragen und Prüfungen
    Dr. Martin Kaiser, Ashurst

    • Rechtliche Anforderungen an den Forderungsbestand
    • Zivilrechtliche Anforderungen an den True Sale
    • Insolvenzrechtliche Fragen
    • Problematiken bei Verkäufern/Forderungen aus mehreren Ländern
    • Steuerliche Fragen
    • True Sale Anforderungen aus STS-Regulierung

    10.30 – 11.00 Uhr

    Kaffeepause

    11.00 – 12.15 Uhr

    Die neue Verbriefungsregulierung – wo liegen die Herausforderungen für ABCP-Transaktionen mit Leasing- und Handelsforderungen
    Volker Meissmer, Landesbank Baden-Württemberg

    • Überblick über die neuen Anforderungen
    • EU-Fokus sowie Transparenzanforderungen als Problempunkte
    • Bedeutung von STS-Compliance für Sponsorbank und Investor
    • Herausforderung STS-Compliance auf Transaktions- und Programmebene
    • Evtl. Folgen für Originatoren, Sponsorbanken und Investoren

    12.15 - 13.45 Uhr

    Mittagessen

    13.45 – 14.30 Uhr

    Forderungsverbriefung aus Sicht des nutzenden Unternehmens
    Rüdiger Moll, Deutsche Leasing

    • Interessen und Motive des Unternehmens für die Aufsetzung einer Transaktion
    • Kosten einer Transaktion und Tansaktionsumsetzung
    • Rechtliche Anforderungen an die Forderungen
    • Anforderungen an das Debitorenmanagement und die IT
    • Projektumfang und Zeitrahmen einer Transaktionsumsetzung
    • Rechtliche und praktische Spezifika bei den diversen Underlyings
    • Wo liegen für realwirtschaftliche Unternehmen die Herausforderungen bei
      der neuen Regulierung

    14.30 – 15.00 Uhr

    Aktuelle Regulatorische Rahmenbedingungen für ABCP-Investoren
    Volker Meissmer, Landesbank Baden-Württemberg

    • Aktueller Status Solvency II
    • Letzter Status MMF

    15.00 – 15.30 Uhr

    Kaffeepause

    15.30 – 16.10 Uhr

    Die Sicht des ABCPs Investors
    Uta Sieber, KfW
    Jürgen Stegbauer, KfW

    • Wie werden ABCP-Investments analysiert
    • Wie beeinflusst die neue Regulierung die Investoren
    • Welche Bedeutung haben ABCP-Investments für die Wirtschaftsförderung
    • Anforderungen der KfW für ABCP-Investments

    Ab 16.10 Uhr

    Schlußwort TSI Geschäftsführung mit anschließendem Umtrunk

  •   Referenten

    Donnerstag, 7. Februar 2019

     

    Dr. Martin Kaiser, LL.M. ist Partner im Bereich Finance in Frankfurt und Mitglied unserer globalen Securities and Derivatives Group (SDG). Er ist spezialisiert auf Verbriefungen und berät vor allem Banken und Unternehmen, insbesondere im Zusammenhang mit True-Sale-Transaktionen in verschiedenen Assetklassen, einschließlich Automobildarlehen, Leasing, Verbraucherkredite, NPL und Handelsforderungen. Vor seinem Eintritt bei Ashurst war Martin Kaiser Partner bei einer anderen führenden internationalen Kanzlei, zuletzt als Leiter der Banking & Finance-Praxisgruppe in Deutschland und Österreich.

    Stefan Leipold ist Managing Director und leitet das Team Receivables Financing im Bereich Securitized Products / Corporates & Investment Banking der UniCredit. Das Team ist zuständig für die Akquisition und Strukturierung von Verbriefungsstransaktionen auf Basis von kurzlaufenden Forderungen für die Kunden der UniCredit Group.
    Stefan Leipold ist seit 2015 bei der UniCredit Bank AG tätig. Zuvor war er bei der BayernLB und war dort zuletzt für das deutsche Verbriefungsgeschäft zuständig. Stefan Leipold ist Bankkaufmann und hat einen betriebswirtschaftlichen Abschluss der Universität Marburg.

    Volker Meissmer ist Leiter Gruppe Securitisation Grundsatzfragen & Conduit Management in der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Nach Tätigkeiten im Firmenkreditbereich und der Betreuung institutioneller Großkunden bei einem der Vorgängerinstitute der LBBW übernahm Herr Meissmer Anfang 1998 den Aufbau eines Kompetenz-Centers für Asset-Backed Finanzierungen und leitete anschließend für mehrere Jahre die Verbriefungsaktivitäten der LBBW. Angesiedelt am Hauptsitz in Stuttgart ist Herr Meissmer zuständig für alle Grundsatzthemen rund um die Verbriefung (insbesondere Regulatorik) sowie das Management und die Struktur des Multi-Seller ABCP-Programmes „Weinberg“.
    Er führt einen Titel als Diplom-Sparkassenbetriebswirt der Deutschen Sparkassen-Akademie und ist in zahlreichen Gremien und Ausschüssen der Verbriefungslobby in Deutschland und Europa vertreten.

    Rüdiger Moll, CFA, ist Leiter PCM & Treasury-Systeme im Bereich Konzerntreasury der Deutschen Leasing. In jüngster Vergangenheit verantwortete er den Aufbau und die Weiterentwicklung einer hauseigenen Ankaufsplattform zur Verbriefung von Leasing- und Mietkaufforderungen. Vor seiner Tätigkeit bei der Deutschen Leasing führte er zahlreiche Verbriefungsprojekte im Rahmen von ABCP- und Bondtransaktionen
    zum Erfolg. Herr Moll engagiert sich im Verband Deutscher Treasurer und im europäischen Leasingverband Leaseurope. Er hat sein Studium im Jahr 2005 an der Universität Würzburg als Diplom-Kaufmann abgeschlossen.

     

    Uta Sieber ist Prokuristin im Bereich Finanzmärkte der KfW Bankengruppe. Seit 2010 arbeitet sie als Senior Managerin im Team „ABS, ABCP, Strukturierung“ und betreut dort ABS und ABCP Investments, die unter förderpolitischen Zielsetzungen getätigt werden. Vor ihrem Eintritt bei der KfW war sie bei der UBS und der Deutschen Bank als Institutional Sales tätig. Uta Sieber hat an der Universität Karlsruhe Wirtschaftsingenieurwesen studiert und hält einen MBA der NYU Leonard N. Stern School of Business.

     

     

    Jürgen Stegbauer ist Prokurist und stv. Teamleiter im Bereich Kreditrisikomanagement der KfW Bankengruppe. Seit 2012 ist er als Senior-Risikomanager im Team „Verbriefungen und strukturierte Produkte“ zuständig für die Zweitvotierung und Überwachung von ABS- und ABCP-Investments. Ebenso verantwortet er die Umsetzung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Verbriefungen in der KfW. Vor seiner KfW-Zeit war Herr Stegbauer in verschiedenen Positionen des internationalen Kapitalmarktgeschäfts mit strukturierten Finanzierungen, Eigenkapital- und Zinsprodukten tätig, u. a. als Arranger diverser Verbriefungen in unterschiedlichen Assetklassen.
    Er studierte an der Universität Bonn und der Washington State University in den USA und hält ein Diplom in Mathematik.