Securitisation and Regulation News

Zur Bankenregulierung in der Finanzkrise

In dem am 09. Februar 2009 vorgestellten Gutachten „Zur Bankenregulierung in der Finanzkrise“ entwickelt der wissenschaftliche Beirat im Bundeswirtschaftsministerium vier zentrale Empfehlungen zum weiteren Umgang mit den Banken in der Krise: 

  1. Um prozyklische Rückwirkungen der Konjunkturentwicklung auf die Bankbilanzen zu mindern, sollte die strikte Handhabung des Umgangs mit Kreditrisiken nach Basel II zeitweise ausgesetzt werden.
  2. Beim Umgang mit Solvenzproblemen muss die Vermeidung negativer Anreizprobleme im Vordergrund stehen. Daher sollten Zufuhren staatlicher Mittel mit einer zeitweisen Übernahme von Verfügungs- und Kontrollkompetenzen durch den Staat verknüpft werden; die Vergabe staatlicher Mittel sollte nicht dazu dienen, dass Alteigentümer und Manager aus ihrer Verantwortung für die Notlage ihrer Bank entlassen werden.
  3. Von der Gründung einer staatlich finanzierten „Bad Bank“ sollte abgesehen werden, da es nicht gelingen wird, die dabei auftretenden Bewertungs- und Kontrollprobleme zu lösen.
  4. Um die mit einer möglichen Insolvenz größerer Teile des Bankensystems verbundenen Probleme zu entschärfen, solle die Strategie einer Rekapitalisierung der Banken weiter verfolgt werden.

Das vollständige Gutachten des wissenschaftlichen Beirats finden Sie hier:

Zur Bankenregulierung in der Finanzkrise