Securitisation and Regulation News

EZB senkt Anforderungen an Sicherheiten

Um die Kreditvergabe durch Banken zu fördern und die Liquiditätslage im europäischen Geldmarkt zu verbessern, hat die EZB am 20. Juni 2012 beschlossen, die Verwendbarkeit von ABS-Anleihen als Collateral bei Repo-Geschäften durch die Lockerung der erforderlichen Ratinganforderungen zu erleichtern. Zusätzlich zu den bereits lombardfähigen ABS-Anleihen wird die EZB zukünftig auch die in der Tabelle zusammengefassten Papiere für Repo-Geschäfte akzeptieren, wenn die Anleihen zum Emissionszeitpunkt und während der gesamten Laufzeit als zweitbeste Ratingnote (second-best Rating) den von der EZB vorgegebenen Mindestwert nicht unterschreiten. Die neu in den Sicherheitenrahmen der EZB aufgenommenen Papiere werden mit einem Sicherheitenabschlag (Haircut) von 16 % - 32 % beliehen.
Tabelle

Durch diesen Schritt der EZB können Anleihen mit einem Gesamtvolumen von ca. 100 Mrd. Euro zusätzlich als Collateral für Repo-Geschäfte herangezogen werden. In erster Linie dürften RMBS-Anleihen profitieren, auf die ca. 80 Mrd. Euro an neuen Pfändern entfallen dürften. Der Vorschlag für eine Senkung der Anforderungen wurde von der spanischen Notenbank in den EZB-Rat eingebracht, der sich gegen den Widerstand der Bundesbank für die Lockerung ausgesprochen hatte.

Weitere, detailliertere Informationen zum Thema:
Presseerklärung der EZB vom 22. Juni 2012: ECB takes further measures to increase collateral availability for counterparties
Leitlinie der EZB über geldpolitische Instrumente und Verfahren des Eurosystems
TSI Internet: Verbriefungstransaktionen als EZB-Collateral