Securitisation and Regulation News

BIS - Quartalsbericht Juni 2012

Eindrucksvoll zeigt die aktuelle Entwicklung, dass die Fehlkonstruktionen in der Europäischen Währungsunion dabei sind ihre volle Auswirkungen und Tragweite auf den Kapital- und Interbanken-Märkten zu entfalten. Nach der überzeugenden 1 Billionen Euro long term refinancing operation der EZB Ende 2011/Anfang 2012, auch LTROs oder "dicke Bertha" genannt, kam der Markt jedoch nur temporär zur Ruhe. Zunehmend zeigt sich, dass der Fehler einer Währungsunion ohne Fiskalunion nicht durch grenzenlose Bereitstellung von Zentralbankgeld behoben werden kann. Ohne klares Bekenntnis zu Europa und einer wie auch immer gearteten Fiskalunion wird - dies ist das implizite Ergebnis des BIS Reports und der Erfahrungen der letzten Monate - es keinen Ausweg aus der Krise geben. Austritte und Währungsumstellungen in Europa würden die Bilanzen der Finanzwirtschaft aber auch der Industrie hart treffen. Von daher hat die Kapitalflucht aus dem Süden längst eingesetzt , was in den südlichen Ländern zu einer prekären Lage der Banken führt.

Zu den Reports
BIS - Stat 1Q 2012
BIS - 1Q 2012